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Ein Morgen im Licht

Meine Tage beginnen meist mit kleinen Ritualen.
Ich komme gern langsam in Schwung, möglichst in Ruhe. Viel reden gehört morgens nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Fotografieren dagegen geht immer.

Heute Morgen, als ich in die Küche kam, standen die Narzissen auf dem Tisch im Sonnenlicht. Die leuchtenden Farben und das Licht zwischen den Blüten haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, ich war hellwach. Dann läuft es bei mir fast automatisch: kurz überlegen, wie ich diesen Moment festhalten möchte, die Kamera holen, das passende Objektiv auswählen – und los geht’s.

Ich erkunde mein Motiv, verändere Perspektiven, verschiebe den Rahmen und entdecke dabei immer neue Möglichkeiten. Solche Augenblicke ziehen mich einfach an. In diesem Fall sind drei Favoriten entstanden: zwei Hochformate und ein Querformat. 

 

Manche Augenblicke entstehen überhaupt erst durch Licht. Sie tauchen Dinge ein, verändern Farben und lassen scheinbar Gewöhnliches plötzlich besonders erscheinen.

 

Genau dieser Prozess – vom Entdecken über das Ausprobieren bis zum fertigen Bild – fühlt sich für mich jedes Mal wie ein kleiner Glücksmoment an. Er hinterlässt seine Spuren im Tag. Und plötzlich hat dieser Tag große Chancen, ein besonderer zu werden.

Das Schwere, das manchmal um uns herum liegt, wirkt für einen Moment ein wenig leichter.

Genau solche kleinen Momente bereichern mein Leben.

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