Analoge Fotografie ist kein Rückschritt. Sie ist eine Rückkehr zu Klarheit, bewusstem Arbeiten und einem fotografischen Prozess, der Zeit braucht – und dafür etwas zurückgibt.
Jede analoge Kamera hat ihren eigenen Charakter:
Die zweiäugige Mittelformatkamera, die du auf Bauchhöhe führst. Das seitenverkehrte Bild in deinem Sucher, das dich zwingt, anders zu sehen. Kameras ohne feste Belichtungszeiten oder
Blendenöffnungen, bei denen das Ergebnis kaum planbar ist. Und Filmtypen, die unterschiedliche Kontraste, Farben und Körnungen mitbringen.
Diese Kombination prägt die Fotografie auf eine Weise, die digitale Technik nicht ersetzen kann.
Sie verändert den Blick. Sie schärft Entscheidungen. Und sie lehrt, Motive bewusster zu wählen.
Genau das hat auch meine eigene Fotografie nachhaltig geformt — und fließt komplett in diesen Workshop ein.
"Lass dich von der notwendigen Langsamkeit und den minimalistischen technischen Möglichkeiten zu einer bewussten Gestaltung führen – und erlebe Fotografie einmal ganz anders. ."
Joachim Rieger, Fotograf
Als gelernter Fotofachlaborant und späterer Inhaber eines renommierten Fotofachlabors (1990er Jahre) habe ich über viele Jahre mit Filmen, Chemie, Papier und Kameratechnik gearbeitet.
Dabei habe ich mit einer großen Bandbreite analoger Kameras fotografiert und hunderte Filme entwickelt und verarbeitet.
Dieses Wissen hilft dir zu verstehen:
warum analoge Kameras so fotografieren, wie sie es tun
wie unterschiedliche Filme wirken und warum
was technische Grenzen mit fotografischer Freiheit zu tun haben
wie analoge Fotografie deine digitale Arbeit nachhaltig bereichern kann
Kurz:
Du bekommst hier kein theoretisches Wissen, sondern gelebte Erfahrung aus einer Zeit, in der Fotografie noch vollständig analog war.
Grundlagen der analogen Fotografie
Wie entsteht ein Negativ oder ein Diapositiv?
Was unterscheidet Farbfilm von Schwarzweißfilm?
Wie beeinflussen Filmemulsionen, Kontraste & Körnungen deine Bildsprache?
Warum Filme eine eigene Handschrift haben
Umgang mit klassischen Kameras
Du lernst den Einsatz von:
Kleinbildkameras
zweiäugigen Mittelformatkameras
Kameras mit ungewöhnlichen Bedienkonzepten
sehr alten Modellen mit eingeschränkter Technik
Wir besprechen:
Film einlegen (Kleinbild & Mittelformat)
Funktionsweisen & Eigenheiten der Kameras
Grenzen und Möglichkeiten
was beim Fotografieren mit diesen Kameras zu beachten ist
Fotoexkursion
Draußen setzen wir das Erlernte um:
bewusste Belichtung, reduziertes Arbeiten, Perspektiven, Entscheidungen — und natürlich das Erleben des Moments. Danach entwickeln wir gemeinsam die Schwarzweißfilme im Labor und die dabei entstehenden Negative werden digitalisiert.
Wir sprechen über:
Überraschende Bildergebnisse und deren Ursache
Stärken und Schwächen der jeweiligen Kameras
Besonderheiten der verwendeten Filme
Wirkung von Körnung, Tonwerten & Kontrasten
wie analoge Erfahrung deinen digitalen Blick schärft
Du erhältst persönliches Feedback und auf Wunsch Hinweise für deine nächsten Schritte — analog oder digital.
Dieser Workshop ist ideal für:
Einsteiger:innen, die analoge Fotografie ausprobieren möchten
Fortgeschrittene, die ihren Blick verlangsamen und vertiefen wollen
Menschen, die Fotografie als Prozess, Experiment und Erfahrung erleben möchten
Eigene analoge Kameras dürfen mitgebracht werden, sind aber nicht nötig – alles, was du benötigst, wird bereitgestellt.
Ich biete diesen Workshop an, weil die analoge Fotografie jede Entscheidung bewusster macht: Jedes Auslösen kostet Film, Entwicklung und Zeit – und das Ergebnis ist nicht sofort sichtbar. Dieses
verlangsamte Arbeiten schärft den Blick, die Konzentration und das Verständnis für den fotografischen Prozess.
Und genau dieses bewusste, langsamere Arbeiten verändert die Art zu fotografieren nachhaltig.
Termin: Samstag, 20. Juni 2026 | 10:00 – 17:00 Uhr
Dauer: Termin 1: etwa 7 Stunden (inkl. Pausen)
Ort: Fotoschule, Thymianweg 13 (Köln-Höhenhaus)
Teilnehmerzahl: max 6 Personen
€ 395,-€ pro Person (inkl. MwSt.)
Eingeschlossen:
Leihkameras
Filmmaterial
Filmentwicklung
Scans
Kontaktabzüge
🟡 Wenige Plätze